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Kieler Nachrichten, 04. Dezember 2007

Sie arbeitet gern mit Täuschungen

Foto der KN-zeitung

Kieler Nachrichten

Tietgen | kn |

Stadttöpferin Susanne Meissner

Neumünster – Wer beim "Bergfest" der Neumünsteraner Stadttöpferin Susanne Meissner am Wochenende zuerst durch das Fenster in die Ausstellungsfäume im Fürsthof blickt, sah ein üppiges Tortenbuffet. Aber der Schein täuschte: Die Stipendiatin der Hans-Hoch-Stiftung kredenzte die Kalorien-bombe zur Ausstellungseröffnung als Keramikwerke - mit Hirschgeweihen als spezielle Beigaben.

Eine Schwarzwälder Kirschtorte war echt - und die schnitt die 40-jährige Künstlerin für die rund zwei Dutzend Gäste zum Auftakt der Vernissage selbst an. "Ich arbeite gern mit Täuschungen", verriet Susanne Meissner, die mit der Schau am ersten Advent das erste von zwei Schaffensjahren in der Stadttöpferei fererte. In ihrer Einführung hob die Delmenhorster Kunsthistorikerin Dr. Christiane Braun die "verkehrte Welt" der fränkischen Künsterlin hervor: "Die Zuschauer werden mit der Vergänglichkeit konfrontiert - und es ist bei ihren Werken nicht alles so, wie es scheint", formulierte Braun.

In direkter Nachbarschaft zu steinzeitlichen Fruchtbarkeitsgöttingen im Mini-Format platzierte Susanne Meissner ihre neun mal elf Zählenden Kirchenfiguren auf dem "Marienfeld" - und will mit beidnen Formen die Nähe des irdischen Vergänglichen mit himmlischen Vorstellungen deutlich machen. Als "Tribut" an Neumünster sieht die Künstlerin ihre zahlreiche, an der Wand "schwimmenden" Keramikfische, die bei einem Blick auf den Bodenspiegel beim Betrachter das Gefühl von Tiefe entstehen lasen. "Die Fisch ist einfach ein wichtiges Tier im Norden, und es macht Spaß, damit künsterlisch zu spielen", erzählte Meissner.

© 2003 susanne meissner keramik seit nov. 2006 in neumünster stadttöpferei und "galerie im fürsthof" ein stipendium der Dr. Hans Hochstiftung